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Reiten, wandern oder Rad fahren in Tiszafüred

Erlebnisse anderer Art warten auf uns, wenn wir uns in den Sattel – eines Fahrrades oder Pferdes – setzen und so zu einem Tripp rund um den See starten. Der Theiß-See unterscheidet sich von den anderen Seen auch darin, dass die um diese riesige Wasserwelt liegenden Flächen mit einem Damm geschützt werden. Der große Teil der Fläche des Dammes ist mit Steinen verkleidet. Wenn wir diese Form des Abenteuers wählen, lohnt es sich dann auch, eine Landkarte zu kaufen, auf der in erster Linie die Markierungen der Dammwärterhäuschen eine Hilfe bei der Orientierung sind.
 

Hier ein Vogel, und auch dort ein Vogel
 

Wenn wir die Gegend aus dem Sattel bewundern, sehen wir eine andere Vogelwelt als vom Boot aus. In alten, morschen Bäumen nisten Stockenten, Waldkäuze oder bunte Spechte. Der Wald im Überschwemmungsgebiet hallt vom Gezwitscher der Singvögel wider: hier nisten Nachtigallen, Meisen und die geschützte Singdrossel. Selten, aber mitunter können wir auch Seeadler oder Baumfalken sehen, oder Haubentaucher antreffen, die sich in den toten Armen auf das Wasser hinauswagen.
 

Die entlang unseres Weges gelegenen, üppig grünen Wälder sind die Gebiete der Jäger.
 

Erschrecken wir uns nicht, wenn mit großem Lärm ein Wildschwein ankommt, ein Hase aufspringt, oder ein Fasan erschrocken aus dem Busch hervorflattert. Auch das am meisten gefürchtete Raubtier der Gegend, die Wildkatze, gestattet es nur wenigen, zu Hause zu erzählen zu können: wir haben sie gesehen. Aber hier in dieser Gegend spürt auch der unbewegt beobachtende, kräftige Rehbock, dass der Herrscher des Tierreiches dieses Gebietes jederzeit zum Vorschein kommen kann. Ein wuschliger Fuchsschwanz ist auf dem schmalen Waldweg zu sehen, am Schilf neben dem Weg huscht eine Bisamratte, um ihren wertvollen Pelz fürchtend, entlang, und bei winterlicher Schneedecke ist der sein königliches Gewand tragende Hermelin nur schwer zu entdecken. Am Damm entlang liegt das wunderschöne Panorama der riesigen Wasserfläche vor uns. Ab und zu ist sie zwischen dem Grün der üppigen Natur kaum zu sehen, dann wiederum, am Ufer eines größeren Beckens, einer Bucht, scheint der sich im Sonnenschein seidig kräuselnde Wasserspiegel die Ausmasse eines kleinen Meeres zu haben.

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